🇪🇺 Wie verbessere ich die Produktverfügbarkeit im Onlineshop?

🇪🇺 Wie verbessere ich die Produktverfügbarkeit im Onlineshop?

 



Ihre Liefergeschwindigkeit ist wichtig

Wie schnell ein Produkt geliefert werden kann, ist nebst dem Preis eines der wichtigsten Kaufkriterien. Deshalb legen wir besonderen Wert darauf, dass die angegebenen Liefertermine von unseren Geschäftspartnern auch eingehalten werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass unsere Kunden nicht durch Verspätungen enttäuscht werden und eine langfristige Kundenbeziehung aufgebaut werden kann. Die Anzeige der Produktverfügbarkeit in unserem Onlineshop wird automatisch aufgrund von historischen Daten berechnet und sollte unserer Kundschaft ein möglichst akkurates Bild über die zu erwartende Lieferzeit geben. Der Datumsbereich (rot umrahmt im Screenshot unten) zeigt der Kundschaft an, wann sie mit dem Produkt rechnen können.

Die angezeigte Lieferzeit basiert ausschliesslich auf gemessenen Track & Trace Daten.

Die Datengrundlage und Messung wird in den folgenden Abschnitten erklärt.

Nicht nur für die Endkunden, sondern auch für unseren Einkaufsmechanismus bei Lagerlieferungen ist die Liefergeschwindigkeit wichtig. Angebote mit kurzer Lieferzeit werden bevorzugt gegenüber Angebote mit längerer Lieferzeit.


Datengrundlage

 

Betrachtungszeitraum

Das Modell wählt, abhängig von Deiner individuellen Grösse, einen geeigneten Zeitraum um Deine Lieferungen zu messen. Bei Partnern mit vielen Lieferungen reicht es, die Lieferungen aus den letzten 2 Wochen zu betrachten, während bei kleineren Partner mit wenig Lieferungen bis zu zwei Monaten oder noch weiter in die Vergangenheit geschaut wird, um genügend Daten zu für eine statistisch signifikante Aussage zu erhalten.

Messung

Für jede gelieferte Position in diesem Zeitraum wird die Lieferzeit gemessen. Wie diese Messung gemacht wird, liest Du im nächsten Abschnitt.

Datenbereinigung

Ausreisser und merkwürdige Fälle werden von der Datengrundlage ausgeschlossen.

Gewichtung

Positionen die weiter in der Vergangenheit liegen oder vom Modell als unzuverlässiger als andere betrachtet werden (z.B. Positionen mit fehlenden Trackingdaten), werden weniger stark gewichtet.

Verfügbarkeits Anzeige im Onlineshop

Aus dieser Datengrundlage wird anschliessend die Verfügbarkeit ihrer Produkte ermittelt.
Für Ware die ab Deinem Lager versendet wird, zeigen wir den Kunden im Normalfall das 50. - 98. Perzentil an.
Das heisst: Wird bei Deinen Produkten im Onlineshop z.B. 2-5 Tage angezeigt, wissen wir, dass der Kunde seine Bestellung zu 50% innerhalb von 2 Tagen erhalten wird, und zu 98% innerhalb von 5 Tagen.

 

Ausnahme Perzentile

Falls Dein 50. und 98. Perzentil stark voneinander abweichen (das heisst, Du hast sehr unterschiedliche Lieferzeiten pro Position), schneidet das Modell die Daten nochmals zu, auf Perzentile die näher beieinander liegen. So vermeiden wir, dass dem Endkunden unsinnige Angaben wie «Sie erhalten das Produkt zwischen 1-30 Tagen» angezeigt werden. Solche Ausnahmeperzentile könnten z.B. sein:

  • 80. bis 96. Perzentil

  • 85. bis 98. Perzentil

  • etc.

Falls Du neben lagernder Ware auch Rückstände anbietest, wird für diese eine eigene Berechnung vorgenommen.


Die Messung

 

Messung bei Lagerlieferungen
Wir beginnen mit der Lieferzeitmessung, sobald wir die Bestellung übermittelt haben. Die Berechnung wird abgeschlossen, sobald die Bestellung bei uns im Wareneingang an den jeweiligen Standorten angeliefert und angenommen wurde.
Messung Direktlieferungen
Bei der Lieferung aus ihrem Lager direkt an den Endkunden rechnen wir wie folgt:

 

 

  • EDI
    Wir beginnen dann mit der Zählung der Liefertage, sobald die Bestellung durch uns übermittelt wurde. Endpunkt der Lieferzeit ist die Ankunft beim Endkunden, dazu wird das Anlieferdatum aus dem Tracking Informationen gelesen, welcher aus der Dispatch Notification (DELR) ermittelt wird.

  • Manuell via CMI
    Hast Du die Versandmeldung nicht wie oben beschrieben per EDI automatisiert, wird als Endpunkt der Lieferzeit Berechnung ebenfalls die Ankunft beim Endkunden genommen. Dazu wird das Anlieferdatum aus den Tracking-Informationen gelesen, welche Sie beim Versenden der Bestellung im CMI angeben.
    Geben Sie keine Tracking-Nummer an, wird stattdessen der Zeitpunkt ausgelesen, an dem Du den Status der Bestellposition im CMI auf «versendet» gesetzt hast und pauschal einige Tage (diese variieren je nach Zielland) für den Versand dazugerechnet. In der automatischen Angebotsauswahl werden Partner bevorzugt, die Sendungsnummern angeben.

Falls keine Sendungsnummer in der Dispatch Notification vorhanden ist, wird stattdessen das DISPATCHNOTIFICATION_DATE (Datum an dem die Ware dem Logistikdienstleister übergeben wird) aus der Dispatch Notification gelesen und pauschal einige Tage (diese variieren je nach Zielland) addiert für den Versand.

Wird diese Dispatch Notification zu spät übermittelt (später als 48h nach dem DISPATCHNOTIFICATION_DATE) wird mit dem Übermittlungsdatum der Dispatch Notification gerechnet, plus die zusätzlichen Pauschalwerte für den Versand der Ware.

In der automatischen Angebotsauswahl werden Partner bevorzugt, die Sendungsnummern angeben.


Lieferzeit verkürzen

Als Partner hast Du mehrere Optionen, Deine Lieferzeit zu verkürzen und Deine Produkt somit attraktiver zu machen. Eine Möglichkeit ist, die bestellte Ware umgehend zu versenden. Bestellpositionen sollten auf keinen Fall zurückgehalten und gesammelt werden. Folglich eine Auflistung weiterer Massnahmen zur Optimierung der gemessenen Lieferzeit.

Bestelltage (Tage)

Unter anderem steuern die Bestelltage die Produktverfügbarkeitsanzeige im Onlineshop. Die hinterlegten Bestelltage sind sehr wichtig, da wir in unserer Berechnung davon ausgehen, dass Du an diesen Tagen die Bestellung(en) entgegennehmen und verarbeiten kannst. Wir haben die Möglichkeit täglich (Montag bis Freitag) einen Bestelltag zu konfigurieren. Mehr Bestelltage bedeuten demnach eine bessere Verfügbarkeitsanzeige im Onlineshop.

 

 

Bestellzeitpunkt (Uhrzeit)

Der Bestellzeitpunkt ist die Uhrzeit, an dem wir unsere Bestellungen an Dich übermitteln. Der mit Dir vereinbarte Bestellzeitpunkt wird im Galaxus ERP hinterlegt und sollte so definiert werden, dass Du nach Erhalt der Bestellung, die Produkte am selben Tag noch rüsten und an den Spediteur übergeben kannst. Nach Überschreitung des Bestellzeitpunktes werden in der Verfügbarkeitsanzeige die Tage bis zum nächsten Bestelltag dazugerechnet. Einen späteren Bestellzeitpunkt hat deshalb eine leicht bessere Verfügbarkeitsanzeige während des Tages zur Folge. Bei Bedarf können auch mehrere Bestellzeitpunkte pro Bestelltag hinterlegt werden.

Änderungen von Bestellschluss und Arbeitstagen melden Sie bitte über unseren Support Prozess via unserem Partner Portal, sodass ihr Fall individuell geprüft werden kann.

 

Spedition / Versandpartner

Nebst den Bestelltagen und Bestellzeitpunkten benötigt es für eine kurze Lieferzeit eine enge Abstimmung mit ihrem Versandpartner. Es sollte Deinen Spediteuren klar sein, dass bei unseren Standorten eine Avisierung zur Anlieferung nötig ist. Nicht avisierte Anlieferungen werden abgelehnt, und die Spedition müsste die Bestellung erneut avisieren und anliefern, was zu einer Verschlechterung der Lieferzeit führt.

Es kann vorkommen, dass Ihr Spediteur Bestellpositionen sammeln, um gewisse Kontingente zu erreichen. Dieses Zurückhalten oder spätere Versenden von Bestellungen führt zu einer schlechten Lieferzeit.

 

Standardabweichung

Falls Du für Deine Lieferungen nicht standardmässig gleich viel Zeit für die Auslieferung benötigst, sondern Deine Lieferpositionen sehr unterschiedliche Lieferzeiten ausweisen, kann es sein, dass sich die Verfügbarkeitsanzeige für Deine Produkte dadurch massgeblich verschlechtert. Wegen Deiner breiten “Standardabweichung” oder grossen “Varianz”, ist es für uns unmöglich, unseren Kunden eine genaues Datum im Onlineshop anzuzeigen, deshalb rechnen wir vorsichtshalber mit pessimistischen Werten (die Ausnahmeperzentile die weiter oben beschrieben werden.)

Es lohnt sich also zu analysieren, warum Du für manche Lieferungen mehr Zeit benötigst und Massnahmen zu ergreifen um diese Lieferzeiten zu verkürzen. Du kannst je nach dem mit einer Korrektur bei wenigen Lieferungen, eine starke Verbesserung Deiner Verfügbarkeit erzielen.

 

Bestandsdaten

Einer der wichtigsten Faktoren neben einem guten Preis sind zuverlässige Bestandsdaten (Lagerbestände). Korrekte und aktuelle Bestandsdaten sind entscheidend, um sicherzustellen, dass die bestellten Mengen mit Deinem tatsächlichen Lagerbestand übereinstimmen. Regelmässige und häufige Aktualisierungen im Feed sind dabei essenziell, da grosse Intervalle zwischen den Updates zu Abweichungen führen können. Dies kann dazu führen, dass Bestellungen nicht vollständig ausgeführt werden können, was wiederum Lieferverzögerungen und längere Lieferzeiten zur Folge hat.

Zudem ist es wichtig, dass die Frequenz der Aktualisierungen auf die im Galaxus ERP hinterlegten Bestellzeitpunkte abgestimmt sind.

 

Lagernde Ware

Lagernde Ware, auch Lagerbestand genannt, bezeichnet die Menge an Produkten, die sich aktuell in Deinem Lager befinden und verfügbar sind. Voraussetzung ist, dass diese Ware innerhalb von 4 Arbeitstagen versandbereit ist. Im Feed muss der Lagerbestand als QuantityOnStock übermittelt werden.

  • Ware in Zulauf sprich Back-Orders (= Restock Quantity)

  • Lagerbestand von Fremdlagern (Vorlieferanten)

  • etc.

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Angabe im Feed

QuantityOnStock = Menge an Lager

 

 

Back-Orders (Wiederbeschaffung)

Back-Orders bezeichnen die Menge an bestellten Produkten, die noch nicht geliefert wurden bzw. die im Zulauf sind. Diese können in unserem System wie folgt abgebildet werden:

Wiederbeschaffungszeitpunkt/-dauer (Restock Date/Restock Time)
Mit dem Wiederbeschaffungszeitpunkt/-dauer können Sie angeben, ab wann sie wieder Lagerbestand (QuantityOnStock) verfügbar ist. Im Feed kann dies wie folgt übermittelt werden:

  • Restock Date

Das Restock Date gibt das Datum an, an dem die bestellte Ware (Zulauf) wieder bei Ihnen lagernd ist. Ab diesem Zeitpunkt muss die Ware als Lagerbestand (QuantityOnStock) verfügbar und innerhalb von 4 Arbeitstagen versandbereit sein.

  • Restock Time

Die Restock Time gibt die Dauer in Anzahl der Arbeitstage an, bis die bestellte Ware (Zulauf) wieder bei Dir lagernd ist. Nach Ablauf dieser Zeit muss die Ware als Lagerbestand (QuantityOnStock) verfügbar und innerhalb von 4 Arbeitstagen versandbereit sein.

  • Restock Quantity (Back-Order Menge)

Die Restock Quantity bezeichnet die Menge an Ware, die bestellt wurde bzw. sich im Zulauf (Rückstandsmenge) befindet.

Nach Ablauf der Wiederbeschaffungsdauer oder ab dem Wiederbeschaffungszeitpunkt wird diese Menge dem bestehenden Lagerbestand (QuantityOnStock) hinzugefügt – jedoch nur, wenn bereits ein Lagerbestand vorhanden ist. Sollte kein Lagerbestand existieren, bildet die Rückstandsmenge den neuen Lagerbestand.

  • Lagerbestand von Fremdlagern (Vorlieferanten)

  • Ware die noch nicht bestellt wurden/nicht in Zulauf sind

Sonderfall Lead Time: Aktuell haben wir noch keine Möglichkeit die Use Cases Made-to-Order und Configure-to-Order im System separat abzubilden. Deshalb können Produkte die nach Bestelleingang produziert werden ebenfalls mit Restock Informationen abgebildet werden.

 

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Angabe im Feed

Restock Date = Ankunftsdatum im Lager

Restock Time = Dauer in Arbeitstagen bis Ware in Lager

Restock Quantity = Bestellte Menge

Maximalwert = 365 Tage.
Bei unbekannter RestockTime kann das Feld leer gelassen, oder den Wert 0 übermittelt werden.

RestockTime oder Restock Daten werden nur berücksichtigt, wenn der Lagerbestand 0 ist. Bei positivem Bestand (>0) wird der Wert ignoriert.

 

Betriebsferien

Es gibt die Möglichkeit, Deine Betriebsferien im ERP von Galaxus hinterlegen zu lassen. In dieser Zeit werden zwar weiterhin Bestellungen platziert, jedoch temporär mit einer angepassten Lieferzeit (Lieferzeit + verbleibende Betriebsferien) gerechnet. Bitte teile uns jährlich Deine Betriebsferien mit. Nicht gemeldete Betriebsferien können leider nicht von der automatischen Lieferzeitberechnung berücksichtigt werden und werden als Verspätung wahrgenommen, was eine schlechte Lieferzeit nach den Betriebsferien zur Folge haben wird.